In einer Zeit, in der digitale Daten immer wichtiger werden und
Cloud-Dienste allgegenwärtig sind, stellt sich vielen Menschen
die gleiche Frage:
Wo liegen meine Daten wirklich – und wer hat Zugriff
darauf?
Kommerzielle Cloud-Anbieter sind bequem, doch sie bedeuten auch
Abhängigkeit, Kosten, Datenschutzrisiken und fehlende
Kontrolle. Für viele entsteht deshalb der Wunsch nach einer
Alternative:
Ein eigener Cloud-Server, vollständig unter eigener
Kontrolle.
Die Grundidee ist einfach:
Statt Dokumente, Fotos oder Backups zu großen Tech-Konzernen
hochzuladen, werden sie im eigenen Zuhause gespeichert – auf
einem kleinen, sparsamen und dennoch leistungsstarken
Mini-Server.
Ein privater Server bietet:
Datensouveränität – du entscheidest, wer Zugang hat
Unabhängigkeit von Anbietern – keine Abos, keine Preiserhöhungen
Sicherheit – Daten bleiben in deinem Netzwerk
Skalierbarkeit – jederzeit erweiterbar durch größere Festplatten
Vielseitigkeit – Cloud, Medienserver, Smart-Home-Zentrale, Backup-Station
Der Server wird so zu einem persönlichen digitalen Zuhause.
Die Idee, einen privaten Server auf Basis eines Raspberry Pi umzusetzen, liegt nahe:
Er ist leistungsfähig genug für Cloud-Dienste wie Nextcloud
Er ist energieeffizient – ideal für den 24/7-Betrieb
Er ist kompakt und kann fast überall stehen
Er ist kostengünstig
Er hat eine große und hilfsbereite Community
Mit dem Raspberry Pi 5 erreicht die Hardware ein neues Niveau: schneller, stabiler, mit PCIe-Unterstützung und kraftvoller USB-3-Performance. Perfekt für eine externe SSD oder Festplatte.
Du brauchst:
Raspberry Pi 5
Piromaniac Five Mini-Gehäuse
microSD-Karte (mind. 16–32 GB, besser 64 GB)
USB-Festplatte oder SSD
Netzteil für Pi 5 (mind. 27 W USB-C)
Mini-HDMI-Kabel + Monitor (nur für Einrichtung)
USB-Tastatur
Etwas Zeit und Geduld 😉
Öffne das Piromaniac Five Mini vorsichtig. Die obere Abdeckung lässt sich meist abheben oder durch Schrauben lösen.
Lege den Raspberry Pi 5 in die dafür vorgesehene Bodenplatte.
Achte darauf, dass alle Anschlüsse sauber durch die Gehäuseöffnungen zeigen.
Verbinde den Lüfter mit dem entsprechenden 5V-GPIO-Pin.
Die meisten Lüfter werden per 5V und Ground betrieben.
Noch ist sie leer – das Image kommt später drauf.
Steck sie in den SD-Slot des Pi.
Verbinde die USB-Festplatte oder SSD mit einem der USB-3-Ports des Pi 5 (blau).
Setz den Deckel wieder auf oder verschraube das Gehäuse.
Jetzt hast du einen sauberen, kompakten Mini-Server.
Lade den offiziellen Raspberry Pi Imager auf deinem PC herunter:
Es gibt kein offizielles NextcloudPi für Pi 5, deshalb nutzt du Raspberry Pi OS Lite (64-bit) und installierst Nextcloud später manuell.
Pfad im Imager:
"Raspberry Pi OS" → "Raspberry Pi OS Lite (64-bit)"
Im Imager → Einstellungen (Zahnrad):
Hostname z. B. nextcloudpi
Benutzer: aktivieren und Passwort setzen
WLAN optional aktivieren
SSH aktivieren
Ziel auswählen → microSD wählen
„Schreiben“ klicken
Nach Abschluss die Karte wieder in den Raspberry Pi stecken.
Raspberry Pi ans Stromnetz anschließen.
Boot dauert beim ersten Mal etwas länger.
Per Monitor/Tastatur oder SSH einloggen.