🌥️ Die Idee: Einen privaten, lokalen Server selbst bauen
In einer Zeit, in der digitale Daten immer wichtiger werden und
Cloud-Dienste allgegenwärtig sind, stellt sich vielen Menschen
die gleiche Frage:
Wo liegen meine Daten wirklich – und wer hat Zugriff
darauf?
Kommerzielle Cloud-Anbieter sind bequem, doch sie bedeuten auch
Abhängigkeit, Kosten, Datenschutzrisiken und fehlende
Kontrolle. Für viele entsteht deshalb der Wunsch nach einer
Alternative:
Ein eigener Cloud-Server, vollständig unter eigener
Kontrolle.
💡 Warum ein privater Server?
Die Grundidee ist einfach:
Statt Dokumente, Fotos oder Backups zu großen Tech-Konzernen
hochzuladen, werden sie im eigenen Zuhause gespeichert – auf
einem kleinen, sparsamen und dennoch leistungsstarken
Mini-Server.
Ein privater Server bietet:
-
Datensouveränität – du entscheidest, wer Zugang hat
-
Unabhängigkeit von Anbietern – keine Abos, keine Preiserhöhungen
-
Sicherheit – Daten bleiben in deinem Netzwerk
-
Skalierbarkeit – jederzeit erweiterbar durch größere Festplatten
-
Vielseitigkeit – Cloud, Medienserver, Smart-Home-Zentrale, Backup-Station
Der Server wird so zu einem persönlichen digitalen Zuhause.
⚙️ Warum ein Raspberry Pi 5?
Die Idee, einen privaten Server auf Basis eines Raspberry Pi umzusetzen, liegt nahe:
-
Er ist leistungsfähig genug für Cloud-Dienste wie Nextcloud
-
Er ist energieeffizient – ideal für den 24/7-Betrieb
-
Er ist kompakt und kann fast überall stehen
-
Er ist kostengünstig
-
Er hat eine große und hilfsbereite Community
Mit dem Raspberry Pi 5 erreicht die Hardware ein neues Niveau: schneller, stabiler, mit PCIe-Unterstützung und kraftvoller USB-3-Performance. Perfekt für eine externe SSD oder Festplatte.
🧰 Teil 1 – Vorbereitung
Du brauchst:
-
Raspberry Pi 5
-
Piromaniac Five Mini-Gehäuse
-
microSD-Karte (mind. 16–32 GB, besser 64 GB)
-
USB-Festplatte oder SSD
-
Netzteil für Pi 5 (mind. 27 W USB-C)
-
Mini-HDMI-Kabel + Monitor (nur für Einrichtung)
-
USB-Tastatur
-
Etwas Zeit und Geduld 😉
🔧 Teil 2 – Zusammenbau
1. Gehäuse öffnen
Öffne das Piromaniac Five Mini vorsichtig. Die obere Abdeckung lässt sich meist abheben oder durch Schrauben lösen.
2. Raspberry Pi 5 einsetzen
-
Lege den Raspberry Pi 5 in die dafür vorgesehene Bodenplatte.
-
Achte darauf, dass alle Anschlüsse sauber durch die Gehäuseöffnungen zeigen.
3. Aktive Kühlung anschließen (falls im Gehäuse enthalten)
-
Verbinde den Lüfter mit dem entsprechenden 5V-GPIO-Pin.
-
Die meisten Lüfter werden per 5V und Ground betrieben.
4. microSD-Karte einstecken
-
Noch ist sie leer – das Image kommt später drauf.
-
Steck sie in den SD-Slot des Pi.
5. Festplatte anschließen
-
Verbinde die USB-Festplatte oder SSD mit einem der USB-3-Ports des Pi 5 (blau).
6. Gehäuse schließen
-
Setz den Deckel wieder auf oder verschraube das Gehäuse.
-
Jetzt hast du einen sauberen, kompakten Mini-Server.
💾 Teil 3 – Software vorbereiten
1. Raspberry Pi Imager herunterladen
Lade den offiziellen Raspberry Pi Imager auf deinem PC herunter:
2. Betriebssystem wählen
Es gibt kein offizielles NextcloudPi für Pi 5, deshalb nutzt du Raspberry Pi OS Lite (64-bit) und installierst Nextcloud später manuell.
Pfad im Imager:
"Raspberry Pi OS" → "Raspberry Pi OS Lite (64-bit)"
3. Optional: Erste Einrichtung automatisieren
Im Imager → Einstellungen (Zahnrad):
-
Hostname z. B.
nextcloudpi -
Benutzer: aktivieren und Passwort setzen
-
WLAN optional aktivieren
-
SSH aktivieren
4. Image auf microSD-Karte schreiben
-
Ziel auswählen → microSD wählen
-
„Schreiben“ klicken
-
Nach Abschluss die Karte wieder in den Raspberry Pi stecken.
🚀 Teil 4 – Raspberry Pi starten
-
Raspberry Pi ans Stromnetz anschließen.
-
Boot dauert beim ersten Mal etwas länger.
-
Per Monitor/Tastatur oder SSH einloggen.